Rasenmäher sind wichtig.

Rasenmäherarten und die Umwelt

Ein Rasenmäher ist ein Gartengerät zur Rasenkürzung. Dabei unterscheidet man im Wesentlichen: den Spindelrasenmäher, mit einem sehr exakten Schnitt, aber einer niedrigen Flächenleistung und den Sichelmäher, mit einer hohen Flächenleistung, aber einem ungenauen Schnitt und den Balkenmäher.

Der Spindelmäher und seine Facetten

Von einer rotierenden Spindel werden die Grashalme nach dem Scherenprinzip geschnitten. Das ergibt einen sehr sauberen Schnittquerschnitt. Je nachdem, wie es eingestellt wurde, schärfen sich die Messer selbst oder müssen per Hand nachgeschliffen werden. Die Spindelmäher werden überall dort eingesetzt, wo eine exakte Schnitthöhe erwünscht ist, wie zum Beispiel Golf- und Fußballplätze und alle anderen Rasensportplätze. Die hinter dem Untermesser angebrachten Stützrollen, die als Abstandhalter dienen, führen beim Mähen, aufgrund der Grasneigung zu einem charakteristischen Streifenmuster des frisch gemähten Rasens. Gras, welches höher als die Spindel ist, kann nur sehr schlecht gemäht werden. Daher muss mit Spindelmähern der Rasen öfter als mit Sichelmähern gemäht werden. Durch das häufige Mähen hat der Rasen einen hohen Wasserverlust, was dazu führt, dass ein künstliches Bewässern nötig ist. Somit werden die Spindelmäher eher in den Gebieten verwendet, in denen es ein hohes Regenaufkommen gibt, wie zum Beispiel in England.

Sichelmäher ist quasi nur eine Wortabwandlung

Der durch den Sichelmäher zustande kommende Rasenquerschnitt ist faserig, unregelmäßig. Die Grashalme werden von horizontal angeordneten Messer mit hoher Drehzahl abgeschlagen. Angeknickte Grashalme und Fasern vertrocknen und bewirken so eine stärkere Brauntönung des geschnittenen trockenen Rasens als beim Rasenschnitt mit dem Spindelmäher.

Der Rasenmähroboter etabliert sich langsam

Mittlerweile gibt es kleine Roboter, die ihre Energie aus einem Akku beziehen, der von Solarzellen gespeist wird, die den Rasen ohne menschliche Führung und selbstständig mähen. Eingebaute Sensoren reagieren auf Hindernisse und umfahren sie. Die zu mähende Fläche ist meist durch ein eingegrabenes Stromkabel begrenzt, welches der Roboter erkennt. Für kleine ebene Rasenflächen ist ein Mähroboter sehr gut geeignet. Für große und unebene Flächen sollte man sich weiterhin mit dem normalen Rasenmäher begnügen, da der Mähroboter nur eine begrenzte Reichweite hat.

Mit dem nötigen Kleingeld könnte man selbstverständlich auch ein großes Grundstück mit vielen kleinen Mährobotern ausstatten.

Unfälle mit Rasenmähern

Pro Jahr kommt es in Deutschland zu ungefähr 7.000 Unfällen mit Rasenmähern. Die häufigsten Ursachen für die Unfälle sind unsachgemäße Handhabungen. So lassen viele Eltern ihre Kinder mähen. Auch werden oft ungeschützte Zehen überfahren, weil nicht das richtige Schuhwerk getragen wird. Viele Handverletzungen kommen zustande, weil Verstopfte Grasauswurföffnungen mit der Hand bei eingeschaltetem Rasenmäher vorgenommen werden oder blockierte Messer gelöst werden. In den meisten Fällen ist bei diesen Verletzungen eine Amputation nötig. Die moderneren Geräte verfügen über einen automatischen Messerstopp. Sobald ein bestimmter Hebel nicht mehr festgehalten wird, springt dieser an und der Rasenmäher schaltet sich bzw. die Messer automatisch ab. So können viele Unfälle vermieden werden.

Rasenmäher und die Umwelt

Die Umweltauswirkungen von benzinbetriebenen Rasenmähern sind immer wieder ein großes Diskussionsthema in Deutschland. In der Tat ist ihre Schadstoffbilanz deutlich schlechter als die von modernen Automotoren. Ein Rasenmäher stößt in etwa soviel Schadstoffe aus, wie ein Auto der Dreißiger Jahre. Im Jahr 2000 schlug eine Partei im Bundestag vor, Benzinrasenmäher bei Smoggefahr zu verbieten. Diese geplante Verordnung scheiterte jedoch. Heute werden fast nur noch Rasenmäher mit Viertaktmotor verkauft, was bedeutet, dass der Lärmpegel etwas geringer ist. Der Schadstoffausstoß ist auch deutlich geringer. Außerdem werden auch Katalysator-Schalldämpfer verwendet, um Lärm zu verringern.

Seit 2002 die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung in Kraft getreten ist, dürften Geräte wie Rasenmäher, Freischneider, Heckenscheren, Kettensägen usw. in Wohngebieten nur noch werktats von sieben bis zwanzig Uhr betrieben werden. An Sonn- und Feiertagen dürfen Sie gar nicht eingeschaltet werden. Die Bundesländer dürfen diese Verordnung jedoch noch modifizieren und zum Beispiel festgelegte Ruhezeiten zur Mittagszeit vorschreiben. Hier sollte man sich vor der Benutzung von Rasenmähern und generell vor motorbetriebenen Geräten bei der jeweiligen Kommune informieren, um eventuellen Ärger vorzubeugen.

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